Zweitklässler engagieren sich für alte Nutztierrasse
Ein besonderes Projekt sorgt derzeit an der Grundschule Oberhermsdorf für Begeisterung: Die Schüler der zweiten Klassen setzten sich aktiv für den Erhalt alter und gefährdeter Nutztierrassen ein. Im Mittelpunkt steht dabei eine Hühnerrasse, die auf der roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen als stark gefährdet eingestuft ist.
Im Rahmen des Sachunterrichts zum Thema „Haus- und Heimtiere“ durften die Kinder selbst erleben, wie neues Leben entsteht. Mithilfe eines Automaten wurden Bruteier ausgebrütet – ein spannendes Experiment, welches Theorie und Praxis eindrucksvoll verbindet. Besonders faszinierend war für die jungen Tierfreunde das Schieren der Eier: Dabei konnten sie die Entwicklung der Küken im Inneren beobachten und sogar erste Bewegungen erkennen.
Der Höhepunkt des Projekts ließ nicht lange auf sich warten. Nach 21 Tagen konnte noch vor Unterrichtsbeginn das erste Küken bestaunt werden, beim Schlupf des zweiten waren dann alle live dabei. Mit großer Neugier und Begeisterung verfolgten die Kinder jeden Schritt dieses natürlichen Wunders.
In den kommenden Wochen werden die acht Jungtiere nun von den Schülern gepflegt und umsorgt. Dabei lernen die Kinder nicht nur den vorsichtigen und verantwortungsvollen Umgang mit den kleinen Küken, sondern leisten zugleich auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt einer bedrohten Nutztierrasse.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Umweltbildung bereits in jungen Jahren gelingen kann – praxisnah, spannend und mit nachhaltigem Effekt.
Die zweiten Klassen mit Frau Ariane Jacob und Frau Anke Gerstenberger